Sascha F.
Sascha F. ging gerne in Kneipen und Bars um Bier zu trinken und Alkohol half auch mir ein wenig das Geschehene kurzzeitig ausblenden. Sascha F. war ein grosser Fan vom “Courage”, das war eine Kneipe bzw. ein Restaurant am Senefelderplatz. Ich habe durch Sascha F. auch neue/alte Freunde kennengelernt und war froh nicht immer an David oder Diana erinnert zu werden.
Auch den neuen Freunden habe ich die Geschichte mit David und Diana erzählt und bewertet, wie sie zu dem Thema stehen und ob ich glaube, dass sie eventuell wie David handeln würden.
Wenn ich alleine im Bett lag, dann kamen wieder die Erinnerungen an David und Diana zurück und ich konnte sehr schlecht schlafen. Wenn ich aber in scheinbar netter Gesellschaft abgelenkt wurde, dann konnte ich fuer eine gewisse Zeit auf andere Gedanken kommen.
Sascha F. war ein Mensch, der viele Gemeinsamkeiten zu mir hatte. Wir hatten ähnliche Interessen und Vorlieben für Filme, Computerspiele und mehr.
Nur seinen Hang zu Tabakwaren könnte ich nie teilen. Ich fand es aber immer faszinierend wenn er fast schon zeremoniell Zigarillos, Zigarren oder eine Pfeife benutzte.
Er hatte gerade sein BWL Studium in Freiberg abgebrochen und war jetzt wieder in Berlin.
Sascha F. hatte nach schlechten Erfahrungen nach eigener Aussage den Frauen abgeschworen. Er war ein verschlossener Mensch der eher vage Andeutungen machte anstatt offen darüber zu sprechen.
Auch Sascha hatte Schlafstörungen, da er immer viel grübelte anstatt seine Gedanken zu besprechen.
Ich hatte ja selbst entschlossen, dass mir Freunde wichtiger sind als eine Partnerin. Mir war auch das Risiko viel zu hoch eine Partnerin und Freunde gleichzeitig zu haben.
Auch hatte ich Probleme einzuschlafen da ich mich immer über Diana und David ärgerte wenn ich nicht ausreichend abgelenkt wurde. Ich habe aber meine Gedanken mit meinen Freunden geteilt und versucht diese zu verarbeiten. Um besser einschlafen zu können, höre ich daher bis heute gerne Podcasts zum einschlafen.
Im Juli 2003 habe ich erst eine Sommerschule, dann eine Stelle und auch meine Diplomarbeit in Wannsee gemacht. Ich war lange am Pendeln zwischen Wannsee, dem Unisport und meinem zu Hause. Viel Zeit hatte ich nicht mehr, aber die Ablenkung tat auch gut.